Homeoffice und die Veränderung der Arbeitswelt: Interview mit Janine Kirchhof

Homeoffice & Veränderung in der Arbeitswelt

Homeoffice hat die Arbeitswelt dauerhaft verändert. 2025 arbeitete jeder vierte Erwerbstätige in Deutschland zumindest gelegentlich von zu Hause, 2019 war es gut jeder achte. Im Januar 2021, mitten in der Corona-Pandemie, sprach Max mit der Personalentwicklerin Janine Kirchhof über Führung, Gesundheit und die Zukunft des Homeoffice. Der Unfallschutz zu Hause, den sie sich damals wünschte, ist seit Juni 2021 gesetzlich geregelt.

Was sich seit dem Interview geändert hat

Das Homeoffice ist geblieben, aber an weniger Tagen. Laut Statistischem Bundesamt arbeiteten 2025 25 Prozent aller Erwerbstätigen zumindest gelegentlich zu Hause, 2019 waren es 13 Prozent. Damit ist wieder das Niveau des Corona-Jahrs 2021 erreicht.

Homeoffice-Nutzende20212025
ausschließlich zu Hause40 %24 %
seltener zu Hause als im Betrieb31 %46 %

2025 ist die zweite Zeile als „weniger als die Hälfte der Arbeitstage zu Hause“ erhoben. Die Zahlen sprechen für gemischte Modelle mit festen Bürotagen. Das passt zu Kirchhofs Erwartung im Interview, dass es in Teilen zurück ins Büro geht, Homeoffice aber ein fester Bestandteil der Arbeit bleibt.

Kennzahlen Homeoffice in Deutschland: 13 Prozent 2019, 25 Prozent 2025, 24 Prozent der Nutzenden ausschließlich zu Hause

Ob Deutschland anderen Ländern voraus ist, hatte Max im Interview gefragt, und Kirchhof fehlte damals der Vergleich. Heute gibt es dazu Zahlen. Deutschland lag 2025 leicht über dem EU-Durchschnitt von 23 Prozent.

LandAnteil 2025
Niederlande52 %
Schweden45 %
Luxemburg43 %
EU-Durchschnitt23 %
Griechenland7 %
Rumänien und Bulgarienje 4 %

Unfallschutz und Mitbestimmung sind gesetzlich geregelt

Kirchhof wünschte sich eine Rechtsgrundlage, die Beschäftigte auch bei Unfällen im Homeoffice absichert. Seit dem 18.06.2021 gilt in der gesetzlichen Unfallversicherung, dass bei Arbeit im eigenen Haushalt Versicherungsschutz in gleichem Umfang wie im Betrieb besteht (§ 8 Abs. 1 Satz 3 SGB VII). Mit demselben Gesetz, dem Betriebsrätemodernisierungsgesetz, bekam der Betriebsrat ein Mitbestimmungsrecht bei der Ausgestaltung von mobiler Arbeit (§ 87 Abs. 1 Nr. 14 BetrVG).

Ob Sie einen Anspruch auf Homeoffice haben, klärt der Beitrag Habe ich das Recht auf Homeoffice?. Welche weiteren Vorgaben gelten, lesen Sie bei den Regeln und Gesetzen fürs Homeoffice. Dieser Abschnitt ersetzt keine Rechtsberatung.

Die Leistung zu Hause ist untersucht

Die Sorge vieler Chefs, im Homeoffice werde weniger gearbeitet, hält Kirchhof im Interview für unbegründet. Ein Experiment beim Reiseunternehmen Trip.com mit 1.612 Beschäftigten stützt das. Bei zwei Homeoffice-Tagen pro Woche fanden die Forschenden laut dem Stanford-Institut SIEPR bis zu zwei Jahre danach keine Unterschiede bei Leistung und Beförderungen. Die Führungskräfte im Versuch hatten im Schnitt erwartet, dass die Produktivität sinkt, und sahen das am Ende anders. Wie Sie das im Gespräch nutzen, zeigt der Beitrag mit den Argumenten für Homeoffice.

Einsamkeit und Selbstführung bleiben Aufgaben

Zwei Herausforderungen aus dem Interview löst kein Gesetz, den fehlenden Austausch mit Kollegen und die Pflicht, sich selbst zu organisieren. Praktische Hilfe geben die Tipps für effizientes Arbeiten im Homeoffice und die Ideen für Remote-Team-Events.

Das Interview vom Januar 2021

Das Interview mit Janine Kirchhof führte Max. Es gibt ihre Einschätzungen aus dem Januar 2021 wieder, die Antworten sind bis auf Tippfehler unverändert.

Sketchnote von Janine Kirchhof zur Theory U nach Otto Scharmer

Janine Kirchhof hält Inhalte auch als Sketchnotes fest, also als gezeichnete Notizen. Die Abbildung zeigt ein Beispiel zur Theory U, einem Veränderungsmodell von Otto Scharmer.

Vorstellung Janine Kirchhof

Max: Hallo Janine, bitte stelle dich unseren Lesern kurz vor :).

Hallo, Ich bin Janine Kirchhof, Personalentwicklerin und New Work Pionierin aus Stuttgart. In meiner bisher 10-jährigen Berufspraxis im Fachgebiet des Personalmanagements kann ich auf vielfältige Erfahrungen in Start-Ups und verschiedenen Großunternehmen, als Generalisten sowie als Spezialistin zurückblicken.

  • Vor fünf Jahren habe ich damit begonnen, mich auf das Thema Neues Arbeiten und Neues Lernen im Kontext einer sich wandelnden Welt zu spezialisieren.
  • Seit Anfang 2019 habe ich mich mit einem eigenen Blog und einer Nebentätigkeit als New Work Facilitator selbstständig gemacht.
  • Ein wichtiges Anliegen meines Schaffens ist es, die Welt zu einem besseren Arbeitsplatz zu machen. Dafür designe und liefere ich ultimative ‚New Work‘ Lernerfahrungen, bei denen der Mensch im Mittelpunkt steht. Eine echte Verbindung zu sich selbst und zu anderen herzustellen ist ein wichtiges Anliegen meines Schaffens und sehe ich als Voraussetzung für die gemeinsame Gestaltung unserer Zukunft.
  • Ich beschäftige mich fokussiert mit neuen Arbeits- und Lernmethoden und Kompetenzprofilen für erfolgreiches Agieren in einer volatilen, unsicheren, komplexen und mehrdeutigen (Arbeits)welt.

Der Homeoffice-Standort Deutschland

Max: Ist Deutschland schon gut dafür gerüstet gewesen?

Teils/teils würde ich sagen. Ich sehe in vielen Unternehmen ist die technische Ausrüstung mit Hardware wie Laptop und Mobiltelefon als Basis für Home Office gegeben, in anderen Unternehmen wiederum gar nicht. Das ist sehr unterschiedlich auch innerhalb von Unternehmen.

Max: Sind wir hier anderen Ländern voraus oder hinterher?

Das kommt darauf an, mit welchen Ländern wir uns vergleichen. Ich nehme uns in Deutschland generell als fortschrittlich wahr, wobei ich bisher nicht viel im Ausland gearbeitet habe, so dass ich global gesehen wenig Vergleichsmöglichkeiten habe. An dem Ausbau des Internets können wir sicher noch arbeiten, außerdem sehe ich einen großen Bedarf im schulischen Bereich.

Homeoffice, der Schlüssel zum Glück?

Max: Jetzt ist Homeoffice endlich da und trotzdem jammern viele, warum?

Ich denke das hat mit der einhergehenden Veränderung zu tun. Wir Menschen mögen einfach keine Veränderungen.

Veränderungen sind immer damit verbunden, seine Komfortzone zu verlassen. Verlässt man seine Komfortzone zu stark, kann es zum Verlust von Identität kommen. Das kann mit stark negativen Gefühlen wie Angst, Frust und Verzweiflung einhergehen. Das schmerzt natürlich. Die meisten von uns sind von Natur aus so programmiert, dass sie Schmerz im Sinne des Überlebens vermeiden.

Deshalb sind wir gerne Gewohnheitstiere, wollen in der Komfortzone bleiben und jammern eben, wenn wir auf einmal jeden Tag im Home Office arbeiten sollen.

Braucht Homeoffice eine Rechtsgrundlage?

Max: Braucht man für Homeoffice noch einen Standard oder eine Art Rechtsgrundlage?

Einen Mindeststandard und eine rechtliche Grundlage zur Regelung von Home Office beziehungsweise von mobilem Arbeiten würde ich als Leitplanken für Unternehmen sehr hilfreich finden. Es gilt rechtliche Regelungen zu finden, die Home Office fördern, vor Entgrenzung der Arbeit schützen, den Umgang mit privat genutzter Firmentechnik darstellen und Arbeitnehmer umfassend bei Unfällen im Home Office absichern. Vielleicht können diese dann auch einer noch immer stark angestrebten Präsenzkultur in Unternehmen entgegen wirken.

Max: Und welche Standards wünschst du dir für das Home Office und welche Herausforderungen siehst du dabei?

Ich denke es wäre schön, auf einen einheitlichen Mindeststandard bezüglich Home Office in Deutschland zu kommen, wie zum Beispiel, dass Jeder ein Arbeitshandy hat und einen Laptop, dass wir uns auf ein stabiles und gut ausgebautes Internet verlassen können und dass jeder Arbeitnehmer über grundlegende Kompetenzen und Kenntnisse in der virtuellen Zusammenarbeit verfügt.

Seitens der Führungskräfte wären neue Kompetenzen hinsichtlich virtueller Führung wichtig. Home Office wird sich weiter Richtung mobilem Arbeiten entwickeln. Somit steht auch die komplette Infrastruktur von Unternehmen unter hohem Veränderungsdruck.

Dezentrale Strukturen sind jetzt gefragt. In Zukunft werden wir nicht mehr täglich in die große Firmenzentrale fahren, um uns dort zum gemeinsamen Arbeiten zu treffen. Sondern wir finden uns in für uns günstig gelegenen Co-Working Hubs ein. Neue Zusammenarbeitstools sind dann gefragt – wie können wir uns über die Distanz organisieren, um weiterhin effizient zu arbeiten, aber trotzdem nicht den Spaß und die Motivation zu verlieren?

Eine weitere Herausforderung sehe ich bei Arbeitnehmern im Thema der Selbstführung. Noch nie war es wichtiger als jetzt, in der Lage zu sein, sich selbst zu führen: sich selbst zu organisieren, strukturieren, motivieren und zu disziplinieren. Eigene Routinen und Selbstfürsorge sind wichtige Bestandteile der Selbstführung und stabilisieren in einer unsicheren Zeit.

Im Homeoffice arbeitet keiner, oder?

Max: Wir hören oft von Lesern, dass Chefs die Sorge hätten, sie würden im Homeoffice nicht arbeiten. Eine berechtigte Sorge?

Sehe ich nicht so. Das ist allenfalls in Unternehmen der Fall, wo Leistung von Mitarbeitern in Anwesenheit gemessen wird. Die meisten Unternehmen, die ich kenne, verfolgen jedoch ein ergebnisorientiertes Performancemanagement. Hier gilt, was am Ende des Tages geliefert wird als Leistungsmerkmal.

Manchmal spielen auch persönliche Macht- und Kontrollansprüche von Vorgesetzten eine Rolle, wenn dieser Vorwurf geäußert wird. Dieser kommt dann eher von Vorgesetzten, die ein tradiertes Rollenverständnis von Führung haben und denken, sie müssten alles kontrollieren, was ihre Mitarbeiter den ganzen Tag so machen. Dieser Führungsstil resultiert häufig in Micro Management von Arbeitnehmern und ist erwiesenermaßen besonders ineffizient, da er vor allem eines erzielt: Demotivation.

Ich erlebe eher das Gegenteil. Arbeitnehmer sind wesentlich produktiver im Home Office, da sie ihren Arbeitsalltag eher an eigenen Bedürfnissen ausrichten können. Auch der Workload scheint besser reguliert, da sich Führungskräfte nun erst einmal besser organisieren müssen, um zu delegieren. Aufgaben können nicht mehr im Vorbeigehen „zugerufen“ werden. Es ist zumindest ein Telefonanruf, Skype-Call oder eine E-Mail notwendig. Das sind Hürden, die einigen Führungskräften bereits zu hoch sind und dadurch fällt ein bisschen Workload auch mal weg.

Homeoffice und Gesundheit

Max: Ok, guter Punkt. Ich stimme dir zu, Arbeiten können besser ohne Unterbrechung bearbeitet werden. Siehst du denn auch Probleme im Zusammenhang mit Homeoffice? Welche Herausforderung hatten Arbeitnehmer?

Ich denke, dass Einsamkeit ein aktuelles Thema ist, das viele im Home Office beschäftigt. Große Teile des zwischenmenschlichen und informellen Austauschens mit Kollegen fallen weg. Der Flurfunk ist völlig lahm gelegt und auch die Raucherpause als sozialer Anker fehlt. Da können Gefühle von Einsamkeit berechtigt aufkommen. Ich denke, dass vor allem extrovertierte Menschen damit jetzt eine Herausforderung haben, also Menschen, die sich sehr viel Energie aus dem Zusammensein und -arbeiten mit anderen Menschen ziehen. Introvertierte Menschen hingegen werden wohl jetzt endlich einmal aufatmen können und die Zeit für sich genießen.

Bewegung und Ernährung im Homeoffice

Max: Das stimmt, Kaffeeküchen waren ja nicht ohne Grund einer der Sammelplätze ;-). Gibt es denn auch körperliche Herausforderungen? Der Alltag vieler hat sich ja dramatisch geändert…

Viele Arbeitnehmer sind Zuhause nicht mit einem ergonomischen Arbeitsplatz ausgestattet, was sich über kurz oder lang durch Kopf- und Rückenschmerzen bemerkbar machen kann. Ich finde, hier ist Jeder gut beraten, selbst in einen ergonomischen Arbeitsplatz zu investieren, schließlich geht es um die eigene Gesundheit.

Im Home Office fehlen auch die Strecken, die man täglich im Büro läuft: zur Küche, in die Kantine, in die Cafeteria, auf die Toilette oder zum Drucker. Man unterschätzt die Strecken, die sich hier aufaddieren und die im Home Office fast völlig fehlen. Dadurch bewegt man sich im Home Office viel weniger und leidet vielleicht sogar unter Bewegungsmangel. 10000 Schritte sollte man täglich schaffen, um langfristig fit zu bleiben. Im Home Office ist dies gar nicht so leicht zu erreichen.

Bewegungseinheiten sollten daher regelmäßig eingeplant und durchgeführt werden. Wenn der Arbeitsplatz in der eigenen Küche ist, dann ist der Weg zum Kühlschrank nicht weit. Schnell wird zwischendurch gesnackt und geschlemmt. So kommen einige Home Office Kilos schnell zusammen. Hier ist Disziplin gefragt. Man fährt gut damit, Mahlzeiten zu planen und vorzubereiten und auf eine abwechslungsreiche und vollwertige Ernährung zu setzen.

Anmerkung der Redaktion: Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Erwachsenen mindestens 150 Minuten Bewegung mittlerer Intensität pro Woche. Dass viele Menschen immer mehr sitzen, führt die WHO auch auf die Arbeit am Bildschirm zurück. Ein Arbeitsplatz, an dem Sie zeitweise stehen, bringt zusätzlich Wechsel in den Tag, mehr dazu im Beitrag Im Stehen oder im Sitzen arbeiten.

Homeoffice und IT

Max: Das stimmt (und legt dabei gerade sein Snickers weg… :D), man muss sich wirklich erstmal einleben und einspielen! Eine ganz andere Frage: Schafft denn jeder den technologischen Wandel? Die IT ist ja nicht zuhause?

Lernen und sich entwickeln ist mit der richtigen Einstellung in jedem Alter möglich. Wer offen, neugierig und aktiv ist, schafft den technologischen Wandel. Wer sich zurücklehnt und Andere machen lässt, schafft es nicht. Man muss halt einfach dranbleiben, nicht aufgeben und Schritt für Schritt das Neue für sich erschließen. Unternehmen können ihre IT-Servicehotlines aufrüsten, wenn diese noch nicht vorhanden sind. Das hilft Arbeitnehmern im Home Office ungemein.

Die Zukunft von Homeoffice

Max: Ja, aber es gab ja immer schon den einen Kollegen, bei dem der Drucker „nie geht“, ich glaube das wird auch immer so bleiben ;). Lass uns mal einen Blick in die Zukunft werfen: Wird Homeoffice bleiben?

Ja definitiv. Dieser Kollege wird dann ab jetzt nichts mehr drucken können ;). Ich denke spätestens jetzt konnte auch der letzte Kritiker vom Home Office Modell überzeugt werden. Wir haben erlebt, dass Vieles gut und Einiges sogar besser im Home Office Modus funktioniert. Daher wird Home Office ein fester Bestandteil der Zukunft der Arbeit sein.

Max: Meinst du nicht, dass sich viele einen Schritt zurück wünschen?

Ich sehe schon, dass sich Einige das alte Normal zurückwünschen und wahrscheinlich wird es in Teilen auch zurück gehen. Jedoch denke ich nicht, dass sich das wieder durchsetzen wird. Dazu hat der Home Office Modus zu stark bewiesen, dass performance-relevantes Arbeiten trotzdem möglich ist. Außerdem ist es für Arbeitgeber zu verlockend, die Mietkosten nun für große Headquarter Gebäude einzusparen.

Max: Ja, das stimmt, Fortschritt lässt sich eigentlich nie umkehren… Nun noch eine letzte Frage: Nimmt der Wettbewerbsdruck durch Home Office noch mehr zu? Ob Homeoffice 10km entfernt oder 10000km ist doch egal oder?

Gute Frage! Für den Recruitingmarkt spielt das sicherlich eine Rolle. Unternehmen mit nicht so attraktiven Standorten können ihre Vakanzen mit Home Office Option attraktivieren und dadurch mehr Bewerber pro Stelle generieren. Natürlich steigt dann der Wettbewerb auf einen Job und im Arbeitsmarkt allgemein. Ich bin gespannt, wie die Unternehmen das im Rahmen der Candidate Experience aufnehmen werden.

Max: Ganz herzlichen Dank für Deine Zeit Janine. Wir wünschen Dir viel Erfolg & alles Gute!

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Häufige Fragen

Wer arbeitet heute am häufigsten im Homeoffice?
Nach Angaben des Statistischen Bundesamts nutzten 2025 die 35- bis 44-Jährigen das Homeoffice mit 30 Prozent am häufigsten, die 15- bis 24-Jährigen mit 10 Prozent am seltensten. Stark verbreitet ist es in IT-Dienstleistungen und Unternehmensberatung mit 74 Prozent. In der Gastronomie arbeiteten nur 6 Prozent der Erwerbstätigen zumindest gelegentlich von zu Hause.
Ist der Weg zur Kita versichert, wenn ich zu Hause arbeite?
Ja. Seit Juni 2021 ist auch der unmittelbare Weg zu dem Ort versichert, an dem Ihr Kind betreut wird, wenn Sie Ihre Arbeit im gemeinsamen Haushalt ausüben. Das regelt § 8 Abs. 2 Nr. 2a SGB VII in der Fassung vom 18.06.2021. Für den Einzelfall ist Ihre Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse zuständig.
Was brauche ich für einen guten Arbeitsplatz zu Hause?
Für die tägliche Arbeit reichen ein Rechner und eine stabile Internetverbindung. Für Besprechungen kommt ein Headset dazu. Wer mehrere Stunden am Tag zu Hause arbeitet, profitiert von einem verstellbaren Bürostuhl und einem Tisch, an dem Sie auch im Stehen arbeiten können. Klären Sie vorher mit Ihrem Arbeitgeber, welche Geräte er stellt und was Sie selbst kaufen.

Quellen