Headset fürs Homeoffice: verständlich telefonieren, bequem tragen

Wer viel telefoniert und in Besprechungen sitzt, braucht ein Headset, das gut klingt und auch nach Stunden nicht drückt. Welche Bauart passt und was Sie für Ihr Geld bekommen.

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Business-Headset mit Mikrofonarm am Arbeitsplatz

Ein Headset vereint Kopfhörer und Mikrofon. Mit seinen technischen Komponenten erfüllt ein Headset die gleichen Aufgaben wie ein Telefonhörer, hält dabei aber beide Hände frei. Im Homeoffice ist es das wichtigste Werkzeug für Telefonate und Videocalls: Das Mikrofon sitzt dicht am Mund, Ihre Stimme kommt klar an, und Umgebungsgeräusche bleiben draußen. Ein Laptop mit eingebautem Mikrofon und Lautsprecher erreicht das nicht.

Mono oder Stereo?

Mono-Headsets haben eine Hörmuschel. Das andere Ohr bleibt frei, Sie hören die Türklingel und können sich nebenbei unterhalten. Für viele kurze Telefonate, etwa im Kundenservice, ist das die gängige Bauart. Stereo-Headsets decken beide Ohren ab. Sie schirmen besser ab, klingen voller und sind bei langen Besprechungen angenehmer, weil der Ton nicht nur auf einer Seite ankommt.

Kabel, Bluetooth oder Funk?

VerbindungVorteileNachteile
USB-Kabelstabil, kein Akku, kein KoppelnBewegungsradius begrenzt
Bluetoothkabellos, auch am SmartphoneKoppeln, Akku, teils schwächerer Ton
Funk mit USB-Donglekabellos, stabile Verbindung zum PCDongle belegt einen USB-Anschluss

Für den festen Schreibtisch ist ein USB-Headset die verlässlichste Wahl. Wer beim Telefonieren aufsteht, Unterlagen holt oder am Smartphone weiter spricht, greift zu einem kabellosen Modell. Viele Business-Headsets kommen mit einem eigenen Funk-Dongle, der stabiler läuft als die Bluetooth-Verbindung des Laptops.

Worauf Sie achten sollten

  • Mikrofonarm: Ein beweglicher Arm vor dem Mund nimmt die Stimme deutlich besser auf als Mikrofone in der Hörmuschel.
  • Geräuschunterdrückung im Mikrofon: filtert Tastatur, Straße und Kinder für Ihre Gesprächspartner heraus.
  • Stummschaltung: am besten durch Hochklappen des Mikrofonarms oder eine Taste am Kabel.
  • Gewicht und Polster: Unter 150 Gramm und weiche Ohrpolster machen den Unterschied nach drei Stunden Besprechung.
  • Zertifizierung: Teams- oder Zoom-zertifizierte Modelle steuern die Software über die Tasten.

Preisklassen

  • Bis 40 Euro: Kabelgebundene Modelle wie Logitech H390, Poly Blackwire C3210 oder Jabra Evolve 20 decken Telefonate und Besprechungen ab. Sie sind leicht, robust und brauchen keinen Akku.
  • 40 bis 90 Euro: Die Logitech Zone 300 ist leicht und kabellos, die Jabra Evolve2 40 SE ein verbreitetes Business-Headset mit gutem Mikrofon. Der Yealink UH34 Lite liegt mit Noise-Cancelling-Mikrofon preislich darunter.
  • Ab etwa 100 Euro: Kabellose Business-Headsets wie Jabra Evolve 65 TE oder Evolve2 65 bieten lange Akkulaufzeit, bessere Mikrofone und teils aktive Geräuschunterdrückung für den Kopfhörer.

Tragekomfort: die unterschätzte Eigenschaft

Im Büro sitzt man selten mehr als zwei Stunden am Stück in Besprechungen, im Homeoffice reiht sich oft ein Termin an den nächsten. Dann entscheidet der Sitz über die Wahl mehr als der Klang. On-Ear-Modelle liegen auf dem Ohr auf, sind leicht und warm im Sommer, drücken aber bei Brillenträgern schneller. Over-Ear-Modelle umschließen das Ohr, verteilen den Druck besser und dämpfen Umgebungsgeräusche, werden aber wärmer. Ein verstellbarer Bügel mit Polster am Scheitel verhindert Druckstellen.

Achten Sie auch auf austauschbare Ohrpolster. Kunstleder wird nach ein bis zwei Jahren rissig, Stoffbezüge sind atmungsaktiver und lassen sich bei manchen Herstellern nachkaufen. Wer zwischendurch Musik hört, profitiert von einem Stereo-Modell mit ordentlichem Klang, das man nach Feierabend auch für Musik verwendet.

Headset oder andere Lösung?

Ein Headset ist für eine Person ideal. Sitzen mehrere am Tisch, ist eine Konferenzspinne die bessere Wahl. Wer nichts auf dem Kopf tragen möchte, kombiniert ein Mikrofon am Arm mit Lautsprechern oder leichten Kopfhörern. Für das Bild im Call sorgt eine externe Webcam. Was außerdem zur Grundausstattung gehört, zeigt die Checkliste zur Homeoffice-Ausstattung.

Achten Sie bei der Einrichtung darauf, dass in der Konferenzsoftware das Headset als Mikrofon und Lautsprecher ausgewählt ist und nicht der Laptop. Ein kurzer Testanruf zeigt, ob die Lautstärke passt. Teams und Zoom bieten dafür eine Testfunktion, die Ihre Aufnahme abspielt. So hören Sie selbst, ob das Mikrofon zu leise ist, rauscht oder die Tastatur mitnimmt. Liegt der Mikrofonarm etwa zwei Finger breit neben dem Mundwinkel, klingt die Stimme klar, ohne dass Atemgeräusche durchkommen.

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Häufige Fragen

Mono oder Stereo: Welches Headset ist besser fürs Homeoffice?
Mono-Headsets haben nur eine Hörmuschel. Sie hören damit Ihre Umgebung und eignen sich für kurze Telefonate. Stereo-Headsets schirmen besser ab und sind bei langen Besprechungen angenehmer, weil sich der Ton auf beide Ohren verteilt.
Was bedeutet Teams-zertifiziert?
Zertifizierte Headsets wurden von Microsoft auf Klang und Bedienung geprüft. Die Tasten steuern Annehmen, Auflegen und Stummschalten direkt in Teams. Mit Zoom und anderen Programmen funktionieren sie trotzdem, dann aber teils ohne Tastenfunktionen.
Lohnt sich aktive Geräuschunterdrückung im Homeoffice?
Wenn es zu Hause laut ist, etwa durch Kinder, Straße oder Nachbarn, ja. Sie dämpft gleichmäßige Geräusche im Kopfhörer. Davon getrennt ist die Geräuschunterdrückung im Mikrofon, die Ihr Umfeld für die Gesprächspartner ausblendet und bei jedem Modell wichtig ist.

Quellen

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